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MYM Steuern: Status, SIRET und Einkommen melden

Geschrieben von Sophia Brecht Veröffentlicht am Zuletzt aktualisiert

MYM Steuern sind Sache des Creators: Deine Einnahmen meldest du selbst. MYM zieht bei Fans aus der EU die Mehrwertsteuer ein und schickt dir Einkommensübersichten, sagt dir aber nicht, welchen Status du wählen sollst. Jedes Konto startet als Privatkonto, eine SIRET brauchst du erst beim Wechsel zu einem Profikonto. Dieser Ratgeber gibt wieder, was MYM veröffentlicht, Stand 30. September 2026. Eine Steuerberatung ist er nicht.

MYMs Steuerinformationen beziehen sich nur auf Frankreich, und wir zeigen unten, wo sie enden. Lebst du in Deutschland, wende dich mit deinen Fragen an eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater.

Brauchst du eine SIRET, um auf MYM zu verkaufen?

Nein. MYM legt jedes neue Konto als Privatkonto an und fragt erst dann nach einer Firmennummer, wenn ein Creator zum Profistatus wechselt: in Frankreich eine SIRET oder SIREN, dazu ein Registerauszug und bei französischen Firmen eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Die Entscheidung überlässt der Vertrag dir, es sei “Sache des Creators, zu entscheiden, ob er gewerblich handelt”.

Für Creator in Frankreich ist die Frage, welcher Status zu den eigenen Einnahmen passt, eine Frage des französischen Rechts und der persönlichen Lage. MYM beantwortet sie nicht. Der Artikel zum Status im Hilfecenter (auf Französisch) beschreibt nur, was jeder Status voraussetzt.

Was ändert sich mit einem Profikonto auf MYM?

Vor allem der Papierkram. Jede Auszahlung von MYM braucht dann eine ordnungsgemäße Rechnung von dir, und ein Unternehmen, das in Frankreich umsatzsteuerlich registriert ist, schlägt darauf 20% Mehrwertsteuer auf. Rückwirkend gilt der Wechsel nicht.

PrivatkontoProfikonto
Status bei der AnmeldungVoreingestelltSpäter vom Creator gewählt
FirmennummerNicht verlangtSIRET oder SIREN in Frankreich
RegisterauszugNicht verlangtPflicht
USt-IdNr.Nicht verlangtPflicht für französische Firmen
Rechnung zu jeder AuszahlungNeinJa, eine ordnungsgemäße Rechnung
Mehrwertsteuer auf AuszahlungenEntfällt20%, aufgeschlagen von in Frankreich umsatzsteuerpflichtigen Firmen
Gilt für frühere EinnahmenEntfälltNein

Die Beträge im MYM-Dashboard sind Nettobeträge. Unabhängig davon kann MYM in deinem Namen Rechnungen an Fans stellen. Aussteller ist dann die Air Medias SAS, und zwar unter deinem Creator-Pseudonym.

Frau mit kurzen blonden Haaren und runder Brille sitzt mit Notizen an einem Schreibtisch.
Die Woche planen, bevor irgendetwas veröffentlicht wird. KI-generierte Illustration mit fiktiven Personen.

Was sagt MYM zu Steuern für französische Creator?

MYM verweist auf offizielle Stellen und belässt es dabei. Der Steuerartikel im Hilfecenter (auf Französisch) verlinkt impots.gouv.fr, die URSSAF und den Leitfaden der französischen Regierung für Influencer und stellt klar, dass die Angaben “nur Frankreich betreffen”.

Eine Empfehlung gibt MYM weder für den Status der micro-entreprise noch für eine Gesellschaft, und auch nicht für eine der beiden Einkunftsarten, nach denen französische Creator fragen, BNC und BIC. Der einzige Hinweis steckt in der Adresse der verlinkten URSSAF-Seite: Sie behandelt die Erklärung von BNC-Einkünften oder gemischten Einkünften. Das ist ein Link und kein Rat von MYM, eine Statuswahl würden wir daraus nicht ableiten. Suchanfragen wie “auto entrepreneur mym” und “mym urssaf” zeigen, dass französische Creator genau das wissen wollen. Beantworten kann es für deinen Fall eine Buchhalterin, ein Buchhalter oder die URSSAF selbst.

Einen Buchhaltungspartner nennt MYM tatsächlich: Dougs, einen Online-Buchhalter, der Creatorn mit Steuererklärung in Frankreich drei Monate gratis anbietet. Die Tarife beginnen bei 49 € im Monat zuzüglich Mehrwertsteuer.

Welche Unterlagen gibt dir MYM für die Steuererklärung?

Eine Monatsübersicht am 15. jedes Monats und eine Jahresaufstellung am 15. Januar, die MYMs Bedingungen als Bruttosumme des Jahres beschreiben. Heb beides zusammen mit deinen Kontoauszügen auf, für die Person, die deine Steuererklärung macht.

Ob MYM die Einnahmen von Creatorn auch an Steuerbehörden meldet, etwa nach den EU-Regeln DAC7 für Plattformen, steht in keinem MYM-Dokument, das wir gelesen haben.

Kümmert sich MYM um die Mehrwertsteuer auf deine Verkäufe?

Bei Käufen von Fans ja. Du legst Preise ohne Mehrwertsteuer fest, MYM schlägt sie an der Kasse passend zum Land des Fans auf und führt sie an den Staat ab. Diese Mehrwertsteuer läuft also nie über deine Einnahmen. Deine eigene umsatzsteuerliche Lage als Unternehmen ist eine andere Frage. Wie sich die Mehrwertsteuer der Fans über die Bankgebühren auf dich auswirkt, zeigt MYM Gebühren.

Was gilt für MYM Steuern in Deutschland und anderen Ländern?

MYM veröffentlicht keine Steuerhinweise für andere Länder als Frankreich. Das Hilfecenter sagt lediglich, dass Steuer- und Sozialvorschriften von Land zu Land verschieden sind. Creator in Deutschland, Österreich, Belgien, der Schweiz oder anderswo bekommen von MYM also nichts Länderspezifisches.

Was du tun kannst, ist überall dasselbe: Bewahre Monats- und Jahresübersichten zusammen mit deinen Auszahlungsbelegen auf. Wenn du in Deutschland lebst, frag eine Steuerberaterin oder einen Steuerberater, wie Einnahmen von einer französischen Plattform, ausgezahlt in Euro, bei dir zu versteuern sind. Zum deutschen Steuerrecht machen wir hier keine Angaben, weil MYM dazu nichts veröffentlicht und die Antwort von deiner Situation abhängt. Die Auszahlungsseite, einschließlich der 100 € Mindestbetrag für Konten außerhalb des SEPA-Raums, behandelt MYM Auszahlung.

Wer sollte deine steuerliche Lage bei MYM prüfen?

Eine Steuerberaterin oder ein Steuerberater, oder das Finanzamt an deinem Wohnort. Nichts auf dieser Seite ist Steuerberatung. Sie gibt wieder, was MYM zum 30. September 2026 veröffentlicht hat, und sowohl Steuerregeln als auch MYMs Bedingungen ändern sich.

Arbeitest du mit einer Agentur, ist deren Provision ein eigener Kostenpunkt mit eigener Rechnung. Bei Bunny Agency zahlt MYM direkt an den Creator, und wir stellen unsere Provision danach in Rechnung. In deinen Unterlagen tauchen so beide Seiten auf (die Konditionen stehen auf unserer Preisseite). Hast du noch kein Konto, erklärt MYM Creator werden die Zertifizierung. Dort stellt sich die Frage nach Privat- oder Profikonto zum ersten Mal.